Erwin Rüddel MdB
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Neuigkeiten
06.12.2017, 15:20 Uhr
Pflegeberufereform: Alle Ausbildungsgänge müssen gleichwertig flächendeckend angeboten werden
Rüddel widerspricht DBfK - Spezialisierung ist elementar für die Versorgung in der Alten- und Kinderkrankenpflege
Berlin / Wahlkreis. - Der Pflegeexperte Erwin Rüddel weist darauf hin, dass bei der Erstellung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung ebenso wie bei der späteren Umsetzung vor Ort die beiden Ausbildungsgänge Kinderkrankenpflege und Altenpflege gleichberechtigt zur generalistischen Pflegeausbildung mit ihren Vertiefungsmöglichkeiten Pädiatrie oder Altenpflege behandelt werden müssten.
Die Aussagen des Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) im ersten Teil seiner Informationsreihe zum Pflegeberufegesetz, in denen den Ausbildungsstätten empfohlen wird, auf das Angebot der Vertiefung der Kinderkrankenpflege oder Altenpflege zu verzichten, lehnt der Abgeordnete deshalb entschieden ab. „Damit werden die Kinderkrankenpflege und die Altenpflege diskriminiert und der Wille des Gesetzgebers wird gezielt unterwandert“, so der Abgeordnete: „Der Kompromiss wurde schließlich gezielt so entwickelt, dass alle Ausbildungsmöglichkeiten gleichberechtigt überall nebeneinander stehen.“ Da das Gesetz erst mit der vom Bundestag noch zu verabschiedenden Verordnung in Kraft tritt, werde der Gesetzgeber sehr darauf achten, dass die Intention des Kompromisses hier auch manifestiert werde.

Der Pflegexperte betont noch einmal die Intention des Kompromisses bei den Pflegeberufen: „Wir dürfen keine potentiellen Pflegekräfte verlieren und von der Ausbildung ausgrenzen. Das gilt auch für Auszubildende mit Hauptschulabschluss oder Umschüler und Quereinsteiger. Das würde zu unübersehbaren Versorgungsengpässen führen – zu Lasten der Pflegebedürftigen, aber auch der vorhandenen Pflegekräfte. Dazu gehört auch die Sicherstellung einer wohnortnahen Ausbildung im ländlichen Raum. Genauso wenig dürfen spezielle Ausbildungsinhalte in der Altenpflege oder Kinderkrankenpflege verloren gehen.“

Darüber hinaus fordert Rüddel eine Diskussion darüber, wie mit Auszubildenden umgegangen wird, die nach zwei Jahren die Ausbildung nicht weiterführen. „Die Länder haben signalisiert, dass diese Schüler als Pflegehelfer anerkannt werden. Das ist ein erster Schritt, aber noch nicht ausreichend. Es muss klargestellt werden, welche Kompetenzen in zwei Jahren generalistischer Ausbildung erworben wurden. Und dann ist es die Aufgabe der Länder, zu einer Harmonisierung zu finden, so dass die erworbenen Kompetenzen auch eingesetzt werden können und entsprechend in die Fachkraftquote einfließend können. Erst dann führt die Ausbildung auch zu einer höheren Vergütung der Tätigkeit. Baden-Württemberg geht hier mit gutem Beispiel voran.“