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12.03.2017, 17:20 Uhr
Auf der Suche nach der Wahrheit
CDU-Kreisverband Neuwied kritisiert Einladung von Journalistin Khola Maryam Hübsch zur Veranstaltung „Über Presse- und Meinungsfreiheit“ anlässlich des Internationalen Frauentages in Neuwied
Neuwied. - Zum Internationalen Frauentag fand in Neuwied am 8. März eine Veranstaltung im Mehrgenerationenhaus Neuwied statt. Als Referentin sollte Khola Maryam Hübsch „die Anwesenden auf eine Reise in verschiedene Länder und zu deren Verständnis von Presse- und Meinungsfreiheit führen“, wie die Rhein-Zeitung am 10. März 2017 berichtete. Doch damit nicht genug, auch Zusammenhänge von Religion und Politik, Terror und Friede, religiöser Willkür und Glauben sollten an diesem Abend besprochen und diskutiert werden. „Dass man es bei einem so umfangreichen inhaltlichen Programm in der kurzen Zeit mit der Wahrheit nicht so genau nehmen würde, war zu erwarten“, kritisiert Prof. Dr. Wolfgang von Keitz, Integrationsbeauftragter des CDU-Kreisverbandes Neuwied.
„Wir sind sehr froh, dass in diesem Jahr wieder viele Frauen den Weg zu uns gefunden haben.“ Die Begrüßung durch die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Neuwied, Doris Eyl-Müller, war allerdings nur die halbe Wahrheit, denn viele Frauen waren dieses Mal der Veranstaltung ferngeblieben. Im Vorfeld hatte es erhebliche Auseinandersetzungen um die Referentin Khola Maryam Hübsch gegeben. Frau Hübsch ist die Tochter des deutschen Schriftstellers Hadayatullah Hübsch und in der deutschen Ahmadiyya-Gemeinschaft für den interreligiösen Dialog zuständig.

Nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo am 7. Januar 2015 trat sie in der ARD-Sendung „Hart aber Fair“ mit den Worten „wenn Muslime die Karikaturen aushalten müssen, so müsste dies in einer pluralistischen Gesellschaft doch auch für die Burka gelten“ nicht für die Pressefreiheit, sondern für die Vollverschleierung ein. Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht 2015/2016 vor dem Kölner Hauptbahnhof verbreitete Frau Hübsch im evangelikalen Pressedienst „idea“ am 15. Januar 2016: „Die neuen alten Ressentiments gegen den muslimischen Mann sind auch Ausdruck eines Kulturchauvinismus, der den Feminismus vereinnahmt, um vom eigenen Sexismus und Rassismus abzulenken.“

„Frau Hübsch vertritt in Talkshows offensiv populistisch moslemische Themen“, meint die Vorsitzende der Frauen Union des Landkreises Neuwied, Monika Krautscheid-Bosse, und sagte ihre Teilnahme an der Veranstaltung in Neuwied ab. Ähnlich sahen es die Diözesanteams der Katholischen Frauengemeinschaft der Gemeinden Neuwied, Linz und Waldbreitbach, die, nachdem man Frau Hübsch nicht durch eine andere Referentin ersetzen wollte, ihre Teilnahme ebenfalls absagten.

„Es gehört schon ein gewisses Maß an Zynismus dazu, die Begrüßung mit den Worten «Als wir uns zur Vorbereitung des diesjährigen Frauentages trafen, wirkte der Anschlag auf die Redaktion von ‚Charlie Hebdo‘ noch nach» fortzusetzen“, so Wolfgang von Keitz, und CDU-Kreisvorsitzender sowie Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel ergänzt: „Wer die Sendung ‚Hart aber Fair‘ mit Frau Hübsch als Diskutantin gesehen hat, kann ihre Einladung als Referentin zum Internationalen Frauentag zum Thema ‚Presse- und Meinungsfreiheit‘ nur als nachträgliche Verhöhnung der Opfer dieses schrecklichen Attentats empfinden. Unser Land ist durch den islamistischen Terror Teil eines weltweiten Gefahrenraums geworden. Islamische Regime in Syrien, Libyen und dem Iran setzen hunderte deutsche Journalisten auf Fahndungslisten. Ihr einziges ‚Verbrechen‘ besteht darin, von Tod, Zerstörung und dem alltäglichen Leid aus diesen Ländern zu berichten.“

Wenn Frau Hübsch Terroristen als Irregeleitete verharmlost, „die Interpretation religiöser Schriften mit Willkür“ betreiben, dann hilft nicht „mehr Spiritualität, Toleranz und Solidarität“, sondern nur die entschiedene Wehrhaftigkeit unseres Staates. Deshalb fordert Erwin Rüddel zu Recht, die Sicherheitsbehörden weiter zu stärken: durch mehr Personal, bessere Ausstattung und ausreichende Befugnisse.
 
Das Thema für diesen Internationalen Frauentag in Neuwied „Presse- und Meinungsfreiheit“ war gut gewählt. Doch um bei der Wahrheit zu bleiben, die Referentin, Frau Khola Maryam Hübsch, war eine schlechte Wahl.

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