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14.03.2017, 17:40 Uhr
Bundestagsabgeordneter Rüddel zu Gast in der Arbeitsagentur Neuwied
Neuwied. - Zu einem Informationsgespräch trafen sich vergangene Woche der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel, Bernhard Henn, Leiter Leitungsstab des Vorstandsvorsitzenden Frank-J. Weise der Bundesagentur für Arbeit, und Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Neuwieder Arbeitsagentur. Inhalt des Austausches waren die aktuellen Herausforderungen am regionalen Arbeitsmarkt. Im Vordergrund des Gesprächs stand die Fachkräftesicherung in den Pflegeberufen. Rüddel, der unter anderem Mitglied des Bundesfachausschusses "Gesundheit und Pflege" ist, informierte sich über die aktuelle Situation in den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen und teilte seine Einschätzung für die Entwicklung besonders im Altenpflegebereich mit.

„Während in der Krankenpflege überwiegend Abiturienten und Realschüler einen Abschluss machen, gibt es in der Altenpflege ein wesentlich breiteres Spektrum an Bildungsabschlüssen – beginnend bei den Hauptschülern und sehr vielen Quereinsteigern. In diesem Tätigkeitsbereich müssen wir dringend  auch den Zugang zum Beruf niedrigschwelliger gestaltet. In der Praxis sind Fähigkeiten wie Motivation und Empathie später sehr viel wichtiger als Schulabschlüsse und Schulnoten“, so Rüddel.

Dem stimmte auch der Agenturleiter Starfeld zu und stellte genau für diese Personengruppe zugeschnittene neue Projekte im Agenturbezirk vor. 

Auf reges Interesse stießen auch die Ausführungen des Agenturchefs zum Projekt der ganzheitlichen Integrationsberatung (INGA), das die Neuwieder Arbeitsagentur bereits seit einigen Jahren umsetzt. Bei INGA handelt es sich um eine Beratung und Betreuung von Kunden mit sogenannten komplexen Profillagen durch spezialisierte Vermittler.

Die Wichtigkeit dieses Projekts sieht auch die Zentrale der Bundesagentur und setzt sich für seine Weiterführung ein. „Es gibt Kunden, deren Lebensumstände - seien es Erkrankungen, besondere Belastungen oder andere Faktoren -  so komplex sind, dass nur eine individuelle und ganzheitliche Beratung mit praktischer Hilfe unter Einbeziehung externer Netzwerke zum Erfolg führt. Das INGA Projekt ist hier das richtige Instrument, um diese Menschen im Arbeitsleben zu integrieren“, erklärt Bernhard Henn, Leiter des Leitungsstabes der Zentrale der Bundesagentur.

Insgesamt waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig, dass die Region beim Thema Fachkräftesicherung vor großen Herausforderungen stehe, die aber angesichts guter Potenziale und Lösungsansätze gemeistert werden können.

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