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11.05.2017, 07:35 Uhr
Ehrenamtliche sorgen sich um Betreuung und Hilfe
Erwin Rüddel informierte sich beim Malteser Hilfsdient im Kreis Altenkirchen
Altenkirchen. - Die sozialpflegerische Ausbildung von Betreuungskräften, Besuchs- und Begleitdienste sowie die Kleiderkammer in Wissen sind im Landkreis Altenkirchen drei Hauptmerkmale der katholischen Hilfsorganisation Malteser Hilfsdienst, erfuhr der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel bei einem Informationsgespräch mit MHD-Aktiven im Marienhaus Altenzentrum St. Josef in Betzdorf.
Dort erwarteten den Abgeordneten, der dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages angehört und der pflegepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist, seitens des MHD die Diözesan-Oberin Brigitte Merzhäuser, vom MHD Betzdorf Stadtbeauftragte Mechele Klein mit ihrem Stellvertreter Werner Zöller, vom MHD Wissen Stadtbeauftragter Peter Vanderfuhr und Gerhard Becher.
Sie alle sind seit vielen Jahren im Malteser Hilfsdienst ehrenamtlich tätig.

„Unsere Angebote, Hilfestellungen und Tätigkeiten werden leider oft gar nicht so bewusst von der Öffentlichkeit wahrgenommen, wie beispielsweise die des Deutschen Roten Kreuzes“, äußerten die MHDler. „Und das zu Unrecht“, quittierte Erwin Rüddel, der unlängst auch Kontakt zum MHD im Kreis Neuwied hatte. Vielleicht liege das mit an der Lobby. So habe beim DRK oft die kommunale Spitze, wie Landrat bzw. Bürgermeister, den Vorsitz inne.

„Diese Repräsentanz fehlt uns leider etwas“, bedauerten die MHD-Funktionsträger.
„Dabei brauchen wir uns, insbesondere was unsere Angebote und Tätigkeiten angeht, nicht zu verstecken“, betonte Diözesan-Oberin Merzhäuser. Die religiös verwurzelte katholische Hilfsorganisation sei „zuständig für alle“. Brigitte Merzhäuser: „Wir sind Kirche!“ Dazu tragen auch regelmäßige Treffen an den Malteser-Standorten Betzdorf und Wissen bei.

„Neben den pflegerischen und Hospizdiensten, die vom MHD geleistet werden, sind insbesondere Helfergrundausbildungen sowie Schulungen in Erster Hilfe oder die Kursangebote ‚Lebensrettende Sofortmaßnahmen‘ zu erwähnen“, so Michele Klein. Peter Vanderfuhr verwies auf die „Kleiderkammer“ der Wissener MHD-Unterkunft, in der ehemaligen Winterschule: „Hier sind es inzwischen mehr Flüchtlinge und Asylbewerber, denn Einheimische, die uns aufsuchen. Generell sind die Nachfrage und der Zulauf zu unserer Kleiderkammer stark angestiegen.“

Alle vom MHD erbrachten Angebote und Leistungen erfolgen ehrenamtlich. Das ist es, was die Malteser ganz besonders auszeichnet. Doch haben sie mit dem gleichen Problem zu tun, das auch viele andere Vereine beschäftigt: fehlender Nachwuchs. „Ich habe schon öfter daran gedacht aufzuhören, aber ich bin doch immer wieder dabei“, sagte der inzwischen 84jährige Gerhard Becher, der bereits weit über 20 Jahre die Arbeit und den Gedanken des Malteser Hilfsdienstes aktiv mitträgt.

„Der Malteser Hilfsdienst ist eine sehr wichtige und unverzichtbare Hilfsorganisation, der die gleiche Anerkennung und Wertschätzung wie anderen Hilfsorganisationen gebührt. Vor allem auch als Gesundheitspolitiker und pflegepolitscher Sprecher lege ich Wert auf den Kontakt und Austausch mit dem MHD. Ihnen allen gilt mein ganz besonderer Dank für das gelebte Ehrenamt“, bekräftigte Erwin Rüddel.


Im Bild: Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel (Mitte) lobte das Engagement der MHD-Aktiven (v.li) Gerhard Becher, Werner Zöller, Diözesan-Oberin Brigitte Merzhäuser, Michele Klein und Peter Vanderfuhr
(Foto: Reinhard Vanderfuhr / Büro Rüddel)

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