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14.02.2017, 09:15 Uhr
Durch Interesse an Deutschland verblasst Heimweh
Erwin Rüddel besuchte PPP-Stipendiaten Nicholas Melnikov in Neuwied
Wahlkreis. - „Ich liebe es, Sprachen zu lernen. Ein dreiwöchiger Berlin-Aufenthalt hat mein Interesse an Deutschland und seiner Kultur geweckt. Inzwischen habe ich viel mehr Verständnis für Land und Leute. Auch mein politisches Interesse hat sich deutlich erhöht. Was mich hingegen nicht so tangiert ist Heimweh“, sprudelte es aus Nicholas Melnikov heraus, beim Zusammentreffen mit dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Neuwied/Altenkirchen, Erwin Rüddel. Der hat im Rahmen des gemeinsam vom Deutschen Bundestag und dem US Kongress getragenen Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) für den gut neunmonatigen Deutschland-Aufenthalt die Patenschaft über das Stipendium des 16-Jährigen aus Georgia in Atlanta (USA) übernommen.
Erwin Rüddel besuchte PPP-Stipendiat Nicholas Melnikov bei dessen Gastfamilie in Neuwied (Foto: Reinhard Vanderfuhr)
Wie bedeutsam das sich dem Austausch von Schülerinnen und Schülern sowie jungen Berufstätigen der beiden Nationen widmende PPP ist, zeigte sich im Gespräch des Teenagers mit dem Abgeordneten. „Es ist nicht nur, dass ich hier die Sprache verbessern kann, sondern dass ich Land und Leuten hautnah begegne. Mein Wusch in Deutschland integriert zu sein, hat sich erfüllt“, sagte der Jugendliche mit georgischen Wurzeln, der in Amerika vier Jahre lang eine Militärschule besucht hat und in Neuwied Zehntklässler der IGS ist.

„Es wird immer wichtiger, junge Menschen für die globale Welt mit ihrer kulturellen Vielfalt und auf ein verständnisvolles Miteinander vorzubereiten und zu begeistern. Genau dazu bietet das Parlamentarische Patenschafts-Programm beste Voraussetzungen“, konstatierte Erwin Rüddel. Bejahend antwortete Nicholas: „Ich habe sehr positive Erfahrungen gemacht, auch durch den Unterschied von Vorstellung und Realität. Das geht sogar so weit, dass ich heute eher wie ein Deutscher denn wie ein Amerikaner denke – und handle.“

Dazu hat die freundliche und integrierende Aufnahme bei seinen Gasteltern Birgit Muscheid-Henn und Stephan Henn, sowie deren Kindern Colin und Melina sicher beigetragen. Dort fand der US-Amerikaner ein eigenes Reich, wo er sich in „seinen“ Zimmern frei bewegen und entfalten kann. „Die familiäre Aufnahme und das Zusammenleben freuen mich immens. Ich finde das alles hier sehr toll“, erwähnte der interessierte junge US-Amerikaner. Dass er auch eine deutsche Freundin gefunden hat, blieb da nicht verborgen.

Voll des Lobes ist die Gastfamilie über ihren willkommenen Schützling. So sagte Birgit Muscheid-Henn, die vor 25 Jahren selbst Stipendiatin des PPP war: „Nicholas ist Mitglied in einem Turnverein, als Kickboxer, und ihn hat auch das Karnevalsfieber voll erwischt.“ Das klang wie Musik in Rüddels Ohren, der Bezirksvorsitzender der Rheinische Karnevals-Korporationen (RKK) und bekennender Karnevalist ist. „Damit leben und erleben Sie rheinisches Brauchtum“, lobte der Bundestagsabgeordnete. „Yes, I like it“, entgegnete Melnikov.

Vielzählige Freizeitaktivitäten, Besuche und Ausflüge haben dem neugierigen Kosmopoliten Deutschland zusätzlich interessant gemacht. Besuche eines Mittelaltermarktes, im Phantasialand, der Römerwelt, im Haus der Geschichte sind nur einige Stationen. Besonders stolz kann Nicholas Melnikov, der keine Berührungsängste kennt und anderen gegenüber sehr offen auftritt, auf ein schulisches Angebot sein – er könnte hier in Deutschland das Abitur machen. Seiner Zukunft sieht der Austauschschüler, der sich für BWL und Politik interessiert, gelassen entgegen. In Erwägung gezogen wird dabei ein Studium bei der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar.

„Ich wünsche Ihnen, dass Ihre positiven Eindrücke und Erlebnisse hier in Deutschland auf Dauer bleiben. Denn diese Einstellung mit dieses Bekenntnis sind absolut positiv und ein Beweis für die Wichtigkeit und den Erfolg des Parlamentarischen Patenschafts-Programms. Sie transportieren und leben den PPP-Gedanken in überzeugender Weise“, bekräftigte Erwin Rüddel.

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