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22.01.2019, 14:20 Uhr
DB-Medibus soll Ärztemangel auf dem Land entgegenwirken
Erwin Rüddel: „Rollende Arztpraxis kann Versorgungslücken minimieren“
Berlin / Wahlkreis. - „Der von der Deutschen Bahn vorgestellte DB-Medibus kann als buchbare rollende Arztpraxis mit Blick auf einen zunehmenden Ärztemangel insbesondere in ländlichen Regionen, wie dem Landkreis Altenkirchen und dem Kreis Neuwied, eine Interimslösung darstellen und Versorgungslücken minimieren. Der Bus fungiert als modern ausgestattete und per Telemedizin vernetzte Arztpraxis auf vier Rädern“, erklärt Erwin Rüddel, der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, im Anschluss an die Vorstellung der rollenden Arztpraxis in Berlin.
Um dem Ärztemangel entgegenzuwirken und der demografischen Entwicklung Rechnung zu tragen, hat DB Regio mit dem Medibus ein innovatives Infrastrukturprojekt initiiert, das Abhilfe schaffen soll. So ist die rollende Arztpraxis in drei Bereiche aufgeteilt: Wartezimmer, Labor und Behandlungsraum. Durch Verwendung modernster Technologien wie einer internetfähigen Videokonferenzanlage besteht die Möglichkeit, bei der Behandlung auch Telemedizin – Diagnostik und Therapie über räumliche Distanz – einzusetzen.

„Damit ist der Bus eine wertvolle Ergänzung zu den bestehenden Arztpraxen, weil er dazu beiträgt, dass die medizinische Versorgung durch Fachärzte gerade in ländlichen Regionen sichergestellt wird“, so Rüddel. Die Kassenärztlichen Vereinigungen können den Medibus in jeder beliebigen und notwendigen Ausstattung anmieten. Die Bereitstellung des Arztes, des Fachpersonals und der medizinischen Geräte wie Ultraschall und EKG im DB Medibus sind Ergänzungen durch den oder die Projektpartner.

Schließlich eignet sich der DB Medibus für den Einsatz auf verschiedenen Ebenen – von der hausärztlichen Versorgung über Gesundheitsveranstaltungen bis hin zu betriebsärztlichen Untersuchungen. Konkret bedeutet dies, dass der Bus über die Ausstattung einer stationären Hausarztpraxis verfügt und somit die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen, beispielsweise in Orten ohne Allgemeinmediziner, unterstützt.

Im Rahmen der betriebsärztlichen Untersuchung kommt der Betriebsarzt direkt in das Unternehmen und führt dort arbeitsmedizinische Untersuchungen sowie gesundheitliche Beratungen, beispielsweise zur Ergonomie am Arbeitsplatz, durch. Erwähnenswert ist die im Bus verbaute Videokonferenzanlage mit Netzwerkverbindung. „So kann der behandelnde Arzt problemlos einen anderen Haus- oder Facharzt in die Sprechstunde zuschalten und eine Ferndiagnose oder eine Zweitmeinung für einen genaueren Befund einholen“, erfuhr der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses.

Auch auf die Versorgung fremdsprachiger Patienten ist man, durch Einsatz einer Videodolmetsch-Software, im Medibus eingestellt. Ebenso können lokale Gesundheitsprogramme, wie etwa die Durchführung von Grippeschutzimpfungen, erfolgen. Auch eine Buchung des Busses durch Privatärzte ist möglich. Zu Gesundheitsveranstaltungen besucht der Bus der DB Region als speziell ausgestattetes Vorsorgemobil Betriebe direkt vor Ort und dient zur Durchführung von Gesundheitsveranstaltungen wie Blutdruckmessung oder Diabetes-Beratung.

Je nach Wunsch stellt die DB Regio bei der Vermietung des Busses auch das Fahrpersonal und bietet zusätzliche Serviceleistungen für das Fahrzeug. – „Gerade im Hinblick auf den Ärztemangel auf dem Land erscheint mir der Medibus ein interessanter möglicher Lösungsweg. Ich werde mit Spannung verfolgen, wie sich dieses Projekt weiter entwickelt“, bekräftigt Erwin Rüddel.

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