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24.04.2018, 14:20 Uhr
Wolfsbestände müssen reguliert werden
Erwin Rüddel: „Höchste Zeit für Realitätssinn und Pragmatismus“
Wahlkreis. - „Die wachsende Wolfspopulation in Deutschland hat in meinem Wahlkreis erwiesenermaßen negative Spuren hinterlassen. Das im März in einem Gehege bei Leutesdorf (Rhein) gerissene tragende Damwild ist das Opfer eines Wolfes geworden. Dies sehe ich als Anlass, sich im Landkreis Neuwied und auch im Landkreis Altenkirchen damit zu beschäftigen, wie mit der wachsenden Wolfspopulation umzugehen ist. Denn die Wolfsbestände müssen reguliert werden“, erklärt aktuell der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.
Der Abgeordnete mahnt an, dass es beim Thema Wolf höchste Zeit ist für Realitätssinn und Pragmatismus: „Der Menschen Sicherheit hat oberste Priorität. Zudem ist nicht hinnehmbar, wenn Weidetierhalter die Zeche für unregulierte Wolfsbestände zahlen müssen. Deshalb muss künftig der Grundsatz gelten: Die Wolfsbestände werden auf das für den Artenschutz erforderliche Maß begrenzt.“

In diesem Zusammenhang erinnert Rüddel an ein Treffen mit einem Schäfer seines Wahlkreises. Der hatte, nachdem ein Schaf von einem Wolf gerissen worden war, seine auch durch etwaige Folgeschäden  begründeten Sorgen geäußert: „Für Folgeschäden, etwa durch Reißaus der Schafherde, haftet keine Versicherung. Da kann der Weidetierhalter zum Pleitier werden, weil er nicht nur von Haus und Hof, sondern unter Umständen noch in den Knast kommt.“

„Es darf auf keinen Fall passieren, dass, bedingt durch reißende Wölfe, Weidetierhaltern ihre Existenzgrundlage genommen wird“, stellt der heimische Abgeordnete klar. Um den Artenschutz zu ermöglichen, bleibe Prävention weiterhin wichtig. Aber auch die Entnahme von Wölfen dürfe dort, wo es erforderlich sei, kein Tabu mehr sein. „Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen, wie Menschen-, Herden- und Artenschutz in einem sinnvollen Ausgleich gebracht werden können – und entsprechend politisch entscheiden“, betont Rüddel.

Dabei müsse bedacht werden, dass der Wolf sein eigentliches Refugium in einer Naturlandschaft, nicht aber in einer Kulturlandschaft hat. „Unsere Heimatregion, der Westerwald, ist eine vielfältig genutzte und dichtbesiedelte Kulturlandschaft. Gerade auch hier muss der Mensch vor reißenden Wölfen geschützt werden. Dabei denke ich besonders an Spaziergänger, Wanderer oder Jogger – Erwachsene und Kinder“,
so der Parlamentarier.

Die Populationsentwicklung der letzten Jahre zeige die hohe Anpassungsfähigkeit des Wolfes. „Als Generalist besiedelt der Wolf alle Lebensräume, hat ein breites Nahrungsspektrum und keinerlei natürliche Feinde. Daher ist es von zentraler Bedeutung, die dem natürlichen Erhaltungszustand zugrundeliegende Populationsgröße neu zu definieren“, bekräftigt Erwin Rüddel.

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