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08.02.2019, 16:15 Uhr
„Die Tunnel-Lösung für Güterzüge muss kommen!“
Erwin Rüddel trifft sich mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer
Berlin / Kreis Neuwied. - „Die Halbierung des Bahnlärms ab 2020 ändert nichts an der Notwendigkeit einer Alternativtrasse für den Güterverkehr am Mittelrhein“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel. Die Ankündigung des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium über eine Verzögerung zur Tunnellösung der geplanten Bahn-Neubaustrecke Troisdorf – Mainz-Bischofsheim sei nicht nachvollziehbar. „Diesbezüglich werde ich zeitnah mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ein Gespräch führen“, erklärt Erwin Rüddel.
Der Christdemokrat setzt sich seit 2015 federführend in einer parteiübergreifenden ‚Parlamentsgruppe Bahnlärm‘ im Deutschen Bundestag für die Interessen der Bahnlärmgegner und eine Alternativstrecke für den Güterverkehr, den Westerwald-Taunus-Tunnel von Troisdorf nach Mainz-Bischofsheim, ein.

Unlängst hatte Rüddel mit großer Sorge der Präsentation des Bundesverkehrsministeriums entnommen, dass die geplante Bahn-Neubaustrecke als Alternative zum lärmbelasteten Mittelrheintal nicht aufgewertet wurde. Das brachte der Bundespolitiker in einem auch von der CDU-Landesgruppe Rheinland-Pfalz mitgetragenen und an den Verkehrsminister des Bundes gerichteten Schreiben zum Ausdruck.

„Aufgrund der hohen Belastung der Eisenbahnstrecken im Mittelrheintal und der zu erwartenden außergewöhnlich langen Planungs- und Realisierungszeiten für das Vorhaben sollte unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Bewertung der zeitnahe Beginn einer Machbarkeitsstudie in Angriff genommen werden“, wiederholt der Parlamentarier.

Er ist äußerst unzufrieden mit der Positionierung des Bundes zur geplanten Gütertrasse und kritisiert, dass die Berechnung lediglich die Haltung der Logistiker widerspiegelt, aber keinerlei Gesundheitsaspekte. Der Faktor zehn sei ein Totschlagargument, das nicht wissenschaftlich begründet, sondern politisch sei. „Hier sollte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein“, konstatiert Rüddel.

„Wir kämpfen weiter!“, lautet die Prämisse. Schließlich sei in den letzten Jahren schon viel erreicht worden. Der Abgeordnete verweist auf die Halbierung des Bahnlärms ab 2020, auf die Einrichtung von17 Monitoring-Stationen, die zeitnah rad-genaue Identifikationen liefern, sowie auf ein umfang- und erfolgreiches Programm für passiven Lärmschutz.

„Ich bin überzeugt, dass der Tunnel irgendwann kommen muss, wobei es sich um einen viele Jahre andauernden Prozess handelt, bis der Tunnel überhaupt geplant und umgesetzt werden kann. Wenn davon auch primär die nächste Generation profitiert, so will ich mich weiter dafür einsetzen, denn es gibt mit Blick auf den Bahnverkehr in Deutschland keine Stelle, die massiver belastet ist als das Mittelrheintal. Wir müssen heute den Grundstock legen, für bessere Verhältnisse am Mittelrhein“, bekräftigt Erwin Rüddel.

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