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27.09.2019, 07:35 Uhr
Kommt das neue Krankenhaus nach Hachenburg?
MdB Erwin Rüddel und MdL Michael Wäschenbach äußern Bedenken
Altenkirchen. – Die heimischen Abgeordneten im Bundestag und im Mainzer Landtag, Erwin Rüddel und Michael Wäschenbach, haben unisono mit Besorgnis auf jüngste Meldungen reagiert, wonach in der Frage einer Fusion der bisherigen Kliniken in Altenkirchen und Hachenburg und eines kompletten Neubaus eine Vorentscheidung zugunsten des Standorts Hachenburg getroffen worden sei.
„Offenbar ist noch nichts endgültig entschieden, aber wir haben doch erhebliche Bedenken mit Blick auf die künftige gesundheitliche Versorgung in der Region Altenkirchen“, so die beiden Abgeordneten, „zumal durchaus auch ein Standort denkbar wäre, der den Belangen der Menschen im Landkreis Altenkirchen in deutlich höherem Maße Rechnung tragen würde“.

Rüddel und Wäschenbach äußerten vor allem die Sorge, dass im Zuge der künftigen Planung, die auf eine enge Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung zielt, der Region Altenkirchen eine „schleichende medizinische Entkernung“ drohen könnte. „Wir müssen die künftige ambulante und stationäre Versorgung insofern als Einheit betrachten, weil auch die ambulante Versorgung sich in Zukunft immer stärker auf die Krankenhausstandorte konzentrieren wird. Das gilt vor allem mit Blick auf Medizinische Versorgungszentren (MVZ); denn es ist nun einmal so, dass Krankenhäuser immer auch Mediziner im ambulanten Bereich anziehen“, gab Erwin Rüddel zu bedenken.

Michael Wäschenbach betonte, dass „ein Standort in der Nähe von Hachenburg noch mehr Druck auf das Krankenhaus in Kirchen ausüben wird. Wir müssen deshalb unbedingt dafür Sorge tragen, dass der Kreis Altenkirchen nicht in einigen Jahren ganz ohne Krankenhäuser und womöglich auch ohne medizinische Versorgungszentren dasteht.“

Unabhängig von der Standortfrage bekräftigten die beiden Abgeordneten noch einmal, dass das Konzept für einen möglichen Neubau und die Frage seiner Finanzierung von überragender Bedeutung seien. Der Krankenhausträger dürfe nicht in ein Abenteuer geschickt werden, das mit neuen Schulden ende. Deshalb seien verbindliche Zusagen des Landes für eine auskömmliche Finanzierung „absolut unabdingbar“.

Erwin Rüddel erinnerte daran, dass ein Investitionsvolumen in der Größenordnung von 120 Millionen Euro rein rechnerisch auch die Verluste der beiden derzeitigen Standorte für das nächste halbe Jahrhundert abdecken könnte. „Deshalb muss das Konzept für den Neubau stimmen, damit Altenkirchen und Hachenburg künftig auch tatsächlich über ein Krankenhaus verfügen, das eine möglichst gute Versorgung der Menschen gewährleistet und auf Dauer wirtschaftlich ist“, ergänzte Michael Wäschenbach.

„Im Raum stehen also drei Fragen - nach dem Standort, nach einem tragfähigen Konzept und nach einer gesicherten Finanzierung. Jetzt sind das DRK als Träger und vor allem das Land gefordert, klare Antworten auf diese drei Fragen zu geben. Die Belange des Landkreises Altenkirchen dürfen dabei nicht unter den Tisch fallen“, so die beiden Abgeordneten.

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