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27.09.2020, 16:25 Uhr
Erwin Rüddel: „Ein Baum für jeden Abgeordneten“
Setzlinge im Waldgebiet von Rheinbrohl gepflanzt
Rheinbrohl. - Gemeinsam mit Revierförster Oliver Müller (r.), dem 1. Beigeordneten der Ortsgemeinde Rheinbrohl, Jan Erntraud (m.) und dem Ortsbürgermeister von Dattenberg, Stefan Betzing (2.v.r.) wurde jetzt im Waldgebiet von Rheinbrohl im Bereich der Turnerhütte eine Douglasie und zwei Rotbuchen gepflanzt. Die drei Setzlinge wurden im Rahmen der Aktion „Ein Baum für jeden Abgeordneten“ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion jetzt, stellvertretend für alle Waldbesitzer, eingepflanzt. Mit dabei war auch die CDU-Landtagsabgeordnete Ellen Demuth (l.)
Die Aktion startete im Rahmen der ersten "Nachhaltigkeitswoche" im Deutschen Bundestag. Hier wurde auch daran erinnert, dass das Konzept der Nachhaltigkeit seinen Ursprung in der Forstwirtschaft hat und vor gut dreihundert Jahren von Carl von Carlowitz postuliert wurde. „Der Wald, insbesondere die Fichtenbestände, leiden gerade auch im Westerwald dramatisch. Ursachen dafür sind lange Trockenperioden und damit einhergehend starker Borkenkäferbefall. Die Waldeigentümer der Region brauchen daher dringend Hilfe“, äußert der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Da der Wald ein Generationenprojekt ist, sucht die Forstwirtschaft dringend nach alternativen Baumsorten zur Fichte. Neben Laubbäumen könnte auch die Douglasie eine Chance sein. Diese Baumart ist zwar ein Migrant aus Nordamerika, hat sich aber gut angepasst und könnte die Fichte in unseren notleidenden Wäldern ergänzen.

„Fest steht, dass der Holzmarkt zusammengebrochen ist. Die aktuelle Menge an Schadholz kann nicht mehr vom Markt aufgenommen werden. Es muss trotzdem aus den Wäldern raus. Dieses Holz ist ideal für Borkenkäfer und Co. Die Waldeigentümer zahlen angesichts des Preisverfalls bei jedem Kubikmeter drauf", verdeutlicht Jan Ermtraud die prekäre Lage.

Mit dieser Pflanzaktion soll auf die Folgen des Klimawandels für unsere heimischen Wälder aufmerksam gemacht werden. Gleichzeitig soll aber auch gezeigt werden, dass der Politik etwas an diesen Wäldern liegt und sie sich für deren Erhalt einsetzt. Dafür stellt die Bundesregierung insgesamt 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Dieses Geld wird dazu eingesetzt werden, die durch Dürre und Schädlinge geschwächten Wälder zu stärken und zu regenerieren, sowie dazu, Forstbetriebe moderner auszustatten und eine nachhaltige, klimafreundliche Holzwirtschaft zu ermöglichen.

Erwin Rüddel weist darauf hin, dass die Förderung unmittelbar und unbürokratisch an die Betroffenen auf den Weg gebracht werden muss. Das seien keine Almosen oder Leistungen nach dem Gießkannenprinzip. Es gehe vielmehr und speziell um die Flankierung des dringend erforderlichen Umbaus der Wälder. „Die nächste Baumgeneration muss sich etablieren können. So werden die Wälder klimastabiler, bleiben ein gesellschaftlich wesentlicher Wirtschafts- und Erholungsraum und helfen die Artenvielfalt auch in meinem Wahlkreis zu erhalten“, bekräftigt Erwin Rüddel.

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