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30.10.2018, 13:20 Uhr
Abgeordnete fordern rasche Lösung für die Problem-Bahnweiche in Unkel
„Den lärmgeplagten Anrainern muss schnellstens geholfen werden“
Unkel. - Mit dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel, den Bundestagsabgeordneten Detlev Pilger (SPD) und Sandra Weeser (FDP) kamen die Vorsitzenden der interfraktionellen Parlamentsgruppe Bahnlärm am Bahnhof in Unkel zusammen, um gemeinsam mit Verantwortlichen der Deutschen Bahn sowie Vertreterinnen und Vertretern von Bürgerinitiativen und Medien die Bahn-Weiche Nr. 12 am Bahnhof Unkel in Augenschein zu nehmen.
Vorausgegangen waren zahlreiche Anfragen von Bahn-Anrainern in Unkel, die über schlagende Geräusche und Erschütterungen klagen, welche durch schnelle Güterzüge aus Koblenz in Richtung Köln beim Befahren der Weiche 12 verursacht würden. Die von den Güterzügen ausgehenden schlagenden Geräusche, die nachts zum Teil im Minutentakt auftreten, hätten bereits zu Schäden in umliegenden Häusern geführt und ließen selbst bei schallisolierten Fenstern keinen Schlaf zu.

Da entsprechende Eingaben und Vor-Ort-Gespräche mit den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern bislang zu keiner Lösung führten, beschloss die Parlamentsgruppe Bahnlärm nun in der Sache tätig zu werden. Mit dem Termin in Unkel wollten sich die Parlamentarier vor Ort selbst ein Bild machen.

„Gemeinsam mit den Bürgerinitiativen haben wir in Sachen ‚Bahnlärm‘ viel erreicht. Diesen Weg gehen wir konsequent und nachhaltig weiter. Durch Einsatz von weiteren lärmreduzierenden technischen Maßnahmen müssen die Bürger zusätzlich deutlich entlastet werden“, erklärte Erwin Rüddel, der sich bereits seit Jahrzehnten zum Thema Bahnlärm engagiert. Der Abgeordnete wies erneut darauf hin, dass durch ein Verbot lauter Bremssysteme bis 2020 der Bahnlärm halbiert wird. Gleichwohl müssten weitere aktive und passive Lärmschutz-Maßnahmen umgesetzt werden.

„Damit verbunden ist auch die Aufforderung an die Bahn, nun schnellstmöglich dafür zu sorgen, dass die Menschen in Unkel nachts wieder schlafen können“, führte Detlev Pilger aus, dessen benachbarter Wahlkreis Koblenz ebenfalls stark vom Bahnlärm betroffen ist.

Sandra Weeser sieht in Unkel ein Problem, das nach einer raschen Lösung verlangt: „Die heute beschlossenen Lärm- und Erschütterungsmessungen müssen nun schnellstens durchgeführt werden, damit wir zu belastbaren Fakten kommen.“

Den Abgeordneten ist es wichtig, dass nach diesem konstruktiven Gespräch zeitnah eine Lösung vorgelegt wird, die das Problem dauerhaft abstellt. Die verantwortlichen Vertreter der Deutschen Bahn versicherten, sich zügig um entsprechende Lärm- und Erschütterungsmessungen zu kümmern. Es bleiben nun die Messergebnisse abzuwarten, um daraufhin die weiteren Schritte zu besprechen.

Rüddel wertet den Austausch in Unkel mit den Bürgerinitiativen sowie Vertretern der DB Netz AG und DB AG als vertrauensvoll und konstruktiv. „Aufgrund der besonderen Situation mit der lärmverursachenden Weiche wurde seitens der Bahn zugesichert, mit den Bürgern abgestimmt Lärmmessungen durchzuführen und sich dann um Abhilfe zu bemühen. Grundsätzlich wurden die Ergebnisse der generellen Lärmminderung bei der Güterbahn positiv bewertet“, bekräftigt Erwin Rüddel.


Im Bild: Eine Lösung um die Lärm verursachende „Problem-Bahnweiche“ in Unkel rief unter anderen (v.re.) die Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel, Detlev Pilger, Sandra Weeser, CDU-Landtagsabgeordnete Ellen Demuth, die Bad Honnefer MdB Nicole Westig, Erich Schneider (BI Leutesdorf) und Gerd Kirchhoff (BIN gegen Bahnlärm) auf den Plan

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