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13.05.2019, 16:20 Uhr
Lückenlose Breitband- und Mobilfunkversorgung sind gerade in der Fläche unverzichtbar
Erwin Rüddel organisierte Gespräch beim zuständigen Bundesministerium
Bonn / Wahlkreis. - „Die Breitband- und Mobilfunkversorgung in den Landkreisen Altenkirchen und Neuwied ist nach aktuellem Stand durch das Bundesförderprogramm zur flächendeckenden Errichtung leistungsfähiger Infrastruktur auf einem guten Weg. So liegen die beiden Landkreise des Wahlkreises 197 in Rheinland-Pfalz an der Spitze. Auch wenn wir bereits viel erreicht haben, gibt es dennoch weitere Wünsche und Erwartungen", erklärten unisono der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel und der Landrat des Kreises Altenkirchen, Michael Lieber, bei einem Gesprächstermin in der Bonner Niederlassung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.
Dort stand dem Bundestagsabgeordneten, dem Landrat, der gleichzeitig in Vertretung seines kurzfristig verhinderten Neuwieder Landratskollegen Achim Hallerbach sprach, und Laura Tiefenthal, der Projektleiterin Breitbandausbau Landkreis Altenkirchen, mit Frank Krüger der Unterabteilungsleiter Digitale Gesellschaft und Infrastruktur Rede und Antwort.

Landrat Lieber informierte zum Kreis Altenkirchen über den derzeitigen Sachstand beim Breitbandausbau. Dies unter dem Hinweis auf den aktuellen Bericht „Digitale Infrastruktur Statusbericht Rheinland-Pfalz". Dabei wurde auf das bevorstehende Bundesprogramm „Graue Flecken" hingewiesen, das voraussichtlich im nächsten Jahr 2020 zum Zuge kommt. Mit Hilfe dieses Fördervorhabens, das noch von der Europäischen Kommission gebilligt werden muss, sollen alle noch nicht gigabitfähig angeschlossenen Haushalte mit einem Glasfaseranschluss versorgt werden können. Unter der Prämisse „Gigabitgesellschaft" beinhalten die Förderprogramme des Bundes ausschließlich den Ausbau leistungsfähiger Glasfasertechnologie.

Für die Optimierung der Mobilfunkversorgung und perspektivisch auch den Ausbau von 5G ist die Anbindung der Mobilfunkmasten mit Glasfaser ein ebenso wichtiger Schritt. Eine Anbindung mittels Richtfunk ist aufgrund der topografischen Gegebenheiten in den beiden Landkreisen Altenkirchen und Neuwied sowie dem Westerwald zumindest teilweise schwierig. Aufgrund des schon weit fortgeschrittenen Glasfaserausbaus werden sich die Landkreise dafür stark machen, dass auch die Mobilfunkmasten eine Glasfaseranbindung erhalten.

Außerdem laufen derzeit etliche Aktivitäten, damit sich die Abdeckung für die Mobilfunknutzer weiter verbessert. Bereits bis Ende 2019 müssen alle Netzbetreiber für 98% der Haushalte bundesweit (dabei mindestens 97% der Haushalte je Land) eine LTE-Versorgung aufgebaut haben. Bis Ende 2021 soll dieses Versorgungsziel weiter erhöht werden, indem in Umsetzung der Vereinbarungen aus dem Mobilfunkgipfel 2018 eine LTE-Versorgung dann für 99 % der Haushalte in jedem Land realisiert sein soll. Daneben wird sich auch die Versorgung jenseits der Siedlungsräume durch die anlässlich der aktuellen Frequenzauktion angeordneten Versorgungsauflagen, die für Straßen, Schienen- und Wasserwege sehr weitreichende, bis 2022/2024 zu erfüllende Versorgungspflichten vorsehen, stark verbessern.

In Rheinland-Pfalz wird diese Versorgungsziele aufgrund der Topografie und der zersplitterten Siedlungsstrukturen bislang noch nicht erreicht. „Wenn wir eine 99-prozentige Abdeckung der Haushalte und darüber hinaus die Versorgung der Verkehrswege erreichen, kommt das einem Riesenfortschritt für unsere Heimat gleich", betonten Lieber und Rüddel.

Weil der Ausbau von Mobilfunk Aufgabe diverser Netzbetreiber (Telekom, Telefonica, Vodafone) ist, sollen mit diesen Anbietern in einem nächsten Schritt vor Ort ganz konkrete Maßnahmen erörtert werden. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Erwartungshaltung zum Mobilfunk sehr hoch ist. „Für eine prosperierende Infrastruktur ist ein lückenloser Mobilfunk unverzichtbar", hob der Parlamentarier hervor.

Positiv bewerteten Erwin Rüddel, Michael Lieber und Laura Tiefenthal, dass Gespräche mit den regionalen Ansprechpartnern der Mobilfunkanbieter ermöglicht werden. „Dabei gilt es zu erörtern, welche eigenwirtschaftlichen Maßnahmen hinsichtlich der Mobilfunkabdeckung in den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen bereits durch die Netzbetreiber geplant sind, um in gemeinsamen Gesprächen Lösungswege zur Verbesserung der Versorgung zu erarbeiten", konstatierte Landrat Lieber mit Blick darauf, dass insbesondere dicht besiedelte und wirtschaftlich essenzielle Bereiche, wie Gewerbegebiete, langfristig per Mobilfunk versorgt werden.


Im Bild: Die lückenlose Breitband- und Mobilfunkversorgung in den Landkreisen Altenkirchen und Neuwied erörterten (v.li.) Projektleiterin Laura Tiefenthal, Landrat Michael Lieber, BMVI-Referatsleiterin Heike Riegner, Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel und BMVI-Unterabteilungsleiter Frank Krüger

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