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11.12.2019, 17:15 Uhr
Die Vor-Ort-Apotheken sind unverzichtbar
Erwin Rüddel im Informationsaustausch mit Apothekerin Claudia Henke
Kirchen. - „Die ortsansässigen Apotheken zeichnen sich durch ihre Leistungsfähigkeit und kompetente Beratung für die Patientinnen und Patienten vor Ort aus. Deshalb ist es wichtig, diese Apotheken zu stärken und deren Bestand zu sichern. Die Vor-Ort-Apotheken dürfen durch den Versandhandel nicht eingeschränkt oder bedroht sein“, erklärte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel in der Gertruden-Apotheke.
Aus diesem Anlass kam es zu einem Informationsaustausch zwischen dem Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag und Apothekerin Claudia Henke. Zentrale Punkte waren die Leistungsfähigkeit der Vor-Ort-Apotheken, die Lieferfähigkeit von Medikamenten, faire Wettbewerbschancen und eine bessere Vergütung der Nacht- und Wochenenddienste. Dazu gehört auch eine Verstärkung der Botendienste der Vor-Ort-Apotheken

„Die Apotheken vor Ort erhalten mehr Geld für zusätzliche Dienstleistungen und Notdienste. Die Erhöhung der Notdienst-Vergütung wird die Vor-Ort-Apotheken insbesondere in Regionen, in denen es nicht so viele Apotheken gibt, stärken. In der Arzneimittelpreisverordnung wird der Festzuschlag für Notdienste (insgesamt 50 Millionen Euro) erhöht“, erklärte der Christdemokrat.

Die gute, bessere Versorgung werde durch Vor-Ort-Apotheken und nicht durch Versandapotheken gewährleistet. Für gesetzlich Versicherte müsse hier wie da der gleiche Preis für verschreibungspflichtige Arzneimittel gelten“, unterstrich Rüddel.

Für Patienten müsse ein schneller und sicherer Zugang zu ihren Medikamenten sichergestellt sein. Das werde durch die Apotheken vor Ort gewährleistet. „Deshalb muss und wird die Apotheke vor Ort eine Zukunft haben“, betonte Gesundheitspolitiker Rüddel: „Speziell die Apotheken vor Ort sind ein wesentlicher Garant für ein funktionierendes Gesundheitssystem.“

Zu aktuellen Medikamentenengpässen verwies Rüddel auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der das Problem mit fünf Maßnahmen angehen will: mit der Meldepflicht, mit Lagerhaltung, mit Kennzeichnung, mit Rabattausnahmen und mit der Einsetzung eines Beirats.

Dem pflichtete der heimische Abgeordnete bei: „Für Patienten muss ein schneller und sicherer Zugang zu ihren Medikamenten gewährleistet sein. Das vom Bundesgesundheitsminister vorgelegte Maßnahmenpaket ist ein guter und schneller Ansatz, um bei Arzneimittelangpässen gegenzusteuern. Diese Maßnahmen werden auch Wirkung zeigen.“

Die Forderungen der Bundesvereinigung der Apothekerverbände zu Transparenz über Lieferengpässe, mehr Auswahl bei Rabattverträgen, weniger Exporten und mehr Standorten für Wirkstoffproduktionen, vollzog Rüddel nach. Er wies darauf hin, dass die Meldepflicht bereits Transparenz schaffe. Grundsätzlich gelte es, die beschlossenen Maßnahmen zuerst einmal wirken zu lassen.

Der vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf und die Verordnung zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken seien der richtige Weg. Insbesondere die ortsansässigen Apotheken müssten bei der Versorgung mit rezeptpflichtigen Medikamenten unbedingt eine Zukunft haben.

Die zu Engpässen führende Auslagerung von Medikamenten-Produktionen, beispielsweise nach China oder Indien, sowie die Rabattverträge mit den Krankenkassen beklagte Claudia Henke gleichermaßen, wie den Fachkräftemangel. „Der Arbeits- und Verwaltungsaufwand sind viel sensibler und größer geworden“, so die Apothekerin.

Für Rüddel und Henke ist es unabdingbar, dass Vor-Ort-Apotheken bestehen bleiben und eine Zukunft haben. „Die Vor-Ort-Apotheke ist eine wichtige Anlaufstelle für die Patientinnen und Patienten – ein konkretes Stück Heimat“, bekräftigte Erwin Rüddel.


Im Bild: Gedankenaustausch über die Zukunft der „Vor-Ort-Apotheken“ zwischen Claudia Henke und Erwin Rüddel
(Foto: Reinhard Vanderfuhr / Büro Rüddel)

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